INOLA und Landkreis Miesbach stellen den druckfrischen Leitfaden zur Energieeffizienten Bauleitplanung vor

INOLA und Landkreis Miesbach stellen den druckfrischen Leitfaden zur Energieeffizienten Bauleitplanung vor

Energieeffizienz und Klimaschutz in der Bauleitplanung gewinnen immer mehr an Bedeutung. Im Rahmen des Projekts INOLA wurde in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement und dem staatliche Bauamt des Landkreises Miesbach eine Handreichung „Energieeffizienz und Klimaschutz in der Bauleitplanung“ erarbeitet. Der Baukatalog gibt den Gemeinden auf Grundlage des Baugesetzbuches konkrete Entscheidungshilfen zur Umsetzung einer energieeffizienten Bauleitplanung.

Ein „Baukatalog“ ist Teil des 2010 verfassten Klimaschutzkonzepts des Landkreises Miesbach. Begonnen wurde die Arbeit an einer Zusammenstellung durch das Klimaschutzmanagement und dem staatlichen Bauamt bereits vor einigen Jahren. Schnell wurde klar, dass es einer vertieften Bearbeitung bedarf. Auf Initiative der EWO wurde in Zusammenarbeit mit dem Projekt INOLA eine umfangreichere und vertiefte Bearbeitung möglich.

Am Freitag, den 25. Januar2019 wurde das druckfrische Dokument interessierten Vertretern der Kommunen des Landkreises Miesbach vorgestellt. Knapp 30 Personen bestehend aus Bürgermeistern, Bauamtsleitern und Verwaltungsangestellten folgten der Einladung. Das hohe Interesse an der Veranstaltung zeigt die zunehmende Bedeutung der Thematik:

Bei der Energiewende spielen Kommunen eine bedeutsame Rolle. Sie sind zum einen Grundstückei-gentümer, Beratungsinstanz, Energieerzeuger und Verbraucher - und zum anderen gewährleisten sie den Einsatz von erneuerbaren Energien (EE) als Planungsbehörde.

Der Leitfaden „Energieeffizienz und Klimaschutz in der Bauleitplanung“ richtet sich daher hauptsächlich an Verwaltungen und Bauämter der Kommunen. Das Dokument beinhaltet Beispiele, an denen eine energieeffiziente Bauleitplanung sichtbar gemacht wird. Diese Beispiele können auch interessant für Bauherren sein, die bei der Umsetzung ihres Bauvorhabens auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit achten wollen.

Neben der Vorstellung des Leitfadens durch Veronika Halmbacher (Klimaschutzmanagerin des Landkreises Miesbach) zeigte Anja Aschenbrenner (Stadtplanung Kreisstadt Fürstenfeldbruck) Beispiele zu bereits realisierten Klimaschutzmaßnahmen in der Bauleitplanung am Beispiel der Kreisstadt Fürstenfeldbruck.

In der anschließenden Diskussion, moderiert durch INOLA Projektleiterin Dr. Anne von Streit (LMU), wurden Möglichkeiten, Hemmnisse und nächste Schritte zur praktischen Umsetzung des Baukatalogs in den Gemeinden besprochen. Dabei wurde deutlich, dass ein politscher Grundsatzbeschluss für eine energieeffiziente Bauleitplanung als notwendig aber gleichzeitig von vielen Kommunen als schwer umsetzbar gesehen wird. Die größte Herausforderung wird in der Umsetzung bei bestehenden Bebauungsplänen gesehen.

Zum Abschluss wurde der Baukatalog allen anwesenden Bürgermeistern, Bauamtsleitern und Verwaltungsangestellten übergeben mit der Bitte um Anmerkungen und Rückmeldungen. Das Dokument soll zukünftig auch weiterhin an die jeweiligen aktuellen politischen Gegebenheiten sowie an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst werden. Im Rahmen des Projektes INOLA wird der Baukatalog demnächst auch den drei Landkreisen Bad Tölz - Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Patenkirchen im Rahmen eines interkommunalen Energieforums zur Verfügung gestellt.

Anhänge